Erste Male

Erste Male haben etwas magisches. Der erste Kuss, die erste Nacht in der eigenen Wohnung, das erste eigene Auto, das erste eigene Geld, die erste große Liebe… die Liste ist lang. Erste Male bleiben uns in Erinnerung, im Guten wie im Schlechten. Ich habe für mich festgestellt, daß sie eine höhere Haftwirkung in meinem Gedächtnis haben als letzte Male, vermutlich schon allein weil sie leichter fest zu machen sind, man sich ihrer stärker bewusst ist. Wenn man einen Mann zum ersten mal küsst weiß man das, aber zum letzten Mal? Wann ist man zum letzten Mal in einer Beziehung wirklich glücklich? Wann hat man zum letzten Mal mit einem Menschen herzhaft gelacht? Die „Letzten“ entgleiten leichter, und vermutlich ist das auch gut so.

Jedenfalls stehe ich an einem Punkt in meinem Leben an dem es wieder jede Menge „erste Male“ gibt. Ich finde es herrlich! Von der ersten gemeinsamen Nacht im neuen, eigenen Reich über den ersten Streit bis zum ersten Mal „schnell noch ein Glas um die Ecke trinken gehen“ & nachfolgendem Hangover…. ich genieße jeden Moment. Ich habe vor Ewigkeiten im Fernsehen (ich weiß nicht mehr ob Film oder Serie, wirkich keine Ahnung…) folgenden Ausspruch gehört: „You know when you are getting old? When you run out of first times!“ Ladies and Gentlemen, gemessen an der Zahl der momentan stattfindenden Erstereignisse bin ich… na sicher nicht älter als 16,5 Jahre!

Gestern hatte ich zum ersten Mal in der Wohnung Besuch, gleich von 2 meiner Lieblingsmädels, plus meinem Taufpaten-Hund. Letzterer war seeeeehr aufgeregt, zum Einen ist er das schon von Natur aus, zum Anderen war es sein erster Ausflug in die Großstadt. Er hat das alles gut gemeistert (inklusive anschließendem Ausflug zur Festwocheneröffnung, Kultur muss schließlich sein, auch für den Junghund!), war süß, unterhaltsam und liebenswert und hat ganz nebenbei vermutlich jeden einzelnen Quadratzentimeter der Wohnung mit seinem Geruch markiert. Was eines bedeutet: Die zu diesem Zeitpunkt sicherlich eh schon hochgradig verstörten Katzen werden in eine ihnen unbekannte Wohnung kommen die nicht nur nicht vertraut riecht, nein, sie riecht nach….. Stinketier! Was ihnen vermutlich auch noch die letzten 2 verbleibenden Geduldsfäden zerfetzen wird. Ich überlege von meiner Bachblütentaktik abzugehen und ihnen gleich erlesen-hochprozentiges ins Futter zu mischen… Aber sie werden es überleben, und es war wirklich, wirklich schön Gäste zu haben, hat das „zu Hause“ Gefühl nochmal verstärkt.

Die ersten Kartons haben übrigens heute meine Wohnung verlassen. Was drin war? Bücher und Gewand. What else?

À propos Gewand. Die Zwangssichtung meines Bekleidungsbestandes hat mich dann doch etwas nachdenklich gestimmt. Nein, korrekt muss es heißen: Sie hat eine bereits stattfindende Nachdenkphase verstärkt. Die Nachdenkphase ist schon ein wenig älter, ziemlich genau so alt wie Nunu’s Blog, den ich nur wärmstens empfehlen kann. Die taffe Lady hat sich eine einjährige Shopping-Abszinenz auferlegt, und schreibt mit viel Herz und Hirn über diese Zeit als Shopaholic auf Entzug. Lesen!
Jedenfalls stelle ich mir jetzt doch langsam, gaaanz langsam, die Frage ob der Inhalt meines Kleiderschranks nicht in Wahrheit für mich UND die halbe Heilsarmee reichen würde? Wie viele Hosen passen auf einen Arsch? Wieviele Paar Schuhe kann man in einem Jahr tragen? Nein! Die letzte Frage ziehe ich zurück. Soweit bin ich noch nicht, daß ich meine Lieblinge in Frage stellen kann. Aber ein Denkprozess scheint eingeleitet zu sein, mal sehen wohin er mich führt…

Ebenfalls Nunu habe ich das folgende Bild zu verdanken:

Aber: Who gives a damn about lifestyle, wenn das Leben doch grad soooo wunderbar ist?!

Das Konzept verstehe ich

Großartig! Kochen tu ich sogar gerne. Mit dem restlichen Haushaltspipapo will ich mich heute gar nicht aufhalten, ich hab’s eh schon hier kurz angesprochen, wie ich mir die Sache mit dem Haushalt eigentlich vorstellen würde.

Heute heische ich nach Mitleid zum Thema Bügeln.

Ich hasse bügeln! Ich bügle für gewöhnlich täglich exakt so viel wie mein Sohn und ich benötigen um korrekt gekleidet das Haus zu verlassen. Genau an diesem Punkt setzt aber das -in meinen Augen- zweitgrößte Haushaltsmysterium ein: Ich bügle was wir brauchen. Ich wasche was wir gebraucht haben. Jetzt sollte doch mathematisch die Menge der ungebügelten Wäsche konstant bleiben oder? So wie beim Erhaltungssatz der Energie, die Gesamtenergie in einem geschlossenen System bleibt konstant. Muss also auch die Gesamtwäsche im geschlossenen Bügelsystem gleich bleiben! Aber ätsch: Täglich sehe ich meinem Wäscheberg beim Wachsen zu. Mittlerweile halte ich bei 3 vollen Körben sauberer Wäsche und einem Schmutzwäschekorb mit den Dimensionen eines mittelgroßen Wohnbauprojekts… Ich hege den Verdacht, daß mir unbekannte Personen heimlich Wäsche in meine Wohnung legen, denn unsere allein kann (!) das nicht sein.

Sei’s aber wie’s sei. Normalerweise, auch aufgrund meines recht groß dimensionierten Abstellraums, kann ich hervorragend an diesem Mount Büglerest vorbeischauen. Allerdings habe ich mir in einem Anfall geistiger Umnachtung fix vorgenommen, nur aussortierte, saubere und gebügelte Wäsche zu übersiedeln. Was bedeutet, daß ich bis zum Umzugstermin vermutlich jeden, aber auch wirklich jeden, Abend dem Bügeln widmen werde.

Dazu fällt mir nur ein Wort ein: IIIIIIIIGGGGGIIIIITTTT!
Und eine Bitte: Bemitleidet mich!!!

Ach ja. Wenn die nicht konstante Bügelmenge das zweitgrößte Haushaltsmysterium ist, welches hält dann den unangefochtenen Platz 1? Richtig geraten: Das der sockenfressenden Waschmaschine. Meine schickt die einzelnen Socken durch einen Bruch im Raum-/Zeitkontinuum in eine parallele Sockenwelt. Ganz sicher!

Boys and their toys?

Der erste gemeinsame „Familiennachmittag“ in der neuen Wohnung. Zwar sind der Kleine und ich noch nicht umgezogen, aber es war ein wunderbarer Vorgeschmack (wenn auch getrübt durch eine neuerliche Zahnwehattacke). Den Tag der Arbeit haben wir genutzt um Eines zu tun: Nichts. Also so gut wie gar nichts. Schön wars.

Der kleine Prinz wurde heute zum ersten Mal der (bis aufs Kinderzimmer) beinahe fertig eingerichteten Wohnung ansichtig und ich muß zugeben, ein wenig nervös war ich schon. Was wenn es ihm gar nicht gefällt? Er sich gar nicht wohlfühlt? Was wäre wenn…

Wobei Fakt ist: selbst wenn ihm sonst gar Nichts gefallen hätte, der Ferneseher hätte ihn überzeugt. Offensichtlich ist die Affinität zu großen Bildschirmdiagonalen fix im männlichen Gencode verankert, denn ich habe ihm das sicher nicht beigebracht. Mein Fernseher firmiert eher unter dem Kapitel „Mäusekino“. 99% der männliches Wesen in meinem Umfeld, aber nur ein im Vergleich eher geringer Anteil der weiblichen Bekannten & Verwandten, halten es beim Thema Fernseher definitiv mit mit dem Motto „Groß, größer, meins!“…Und nicht nur mit dem Fernseher.

Wie kommt das eigentlich? Wer pflanzt ihnen das ins Hirn? Ist es wirklich genetisch? Mein Sohn und sein Stiefbruder standen im zarten Alter von 3 und 5 Jahren pudelnackert gemeinsam vorm Spiegel, zogen dabei auf Teufel komm raus an ihrem noch nicht allzu mächtigen Gemächt und kommentierten das ganze mit den lebensprägenden Worten: „Meiner ist größer!!!…. Nein meiner!… Aber ich bin noch kleiner, meiner wachst noch mehr!“ Noch Fragen?

Ich schwöre Stein und Bein, ich habe ihn diesbezüglich nicht indoktriniert und traue mich zu behaupten, daß es sein Vater auch nicht tat.  Trotzdem standen sie, noch kaum eines geraden Satzes mächtig und übten sich in der hohen Kunst des Schwanzvergleichs… Es gibt ja Leute die behaupten, es wäre dem Weltfrieden durchaus zuträglich, würden auch erwachsene Männer ihre Konflikte auf diese simple Art und Weise beilegen, anstatt die präsumptive Länge über Machtgehabe, Autos und ähnliches zu beweisen. Ich mein, es wäre ja nicht notwendig, permanent in aller Öffentlichkeit blank zu ziehen, eine neutrale Messinstanz und eine kleine Tätowierung hinterm Ohr die den dort ermittelten Wert angibt, wären ausreichend. Auch uns Frauen würde so die ein oder andere Enttäuschung erspart bleiben… ‚What you see is what you get‘ wäre dann durchaus anwendbar.

Aber eigentlich ist es egal. Nein, nicht egal. Im Gegenteil, denn in Wahrheit macht es ja auch den Reiz im Leben aus, daß wir halt in einigen Belangen nicht synchron ticken. Daß wir uns vielleicht nie ganz verstehen werden. Deshalb -vielleicht ist es ja die heraufdräuende Weisheit des Alters- stehe ich und lächle still in mich hinein, wenn einer meiner Buben wieder jedes Klischee zum Thema „Boys and their toys“ erfüllt. Und hoffe auf eine ähnliche Reaktion, wenn mir angesichts des 128ten Paar High Heels wieder mal Herzschlag und Vernunft aussetzen…

(Anmerkung: Klischees sind da um benutzt zu werden. Aber manchmal, vielleicht sogar oft, haben sie zumindest einen wahren Kern.
Noch was: Liebstes Kind, solltest du in ferner Zukunft mal meinen Blog lesen, ich entschuldige mich hier und jetzt schon für die Schilderungen deiner Taten aus Kindestagen, die du sicher als peinlich empfindest. Aber glaube mir, es gibt sie, die ausglichende Gerechtigkeit. Du wirst nämlich deine eigenen Kinder mit Sicherheit irgendwann ähnlich blamieren, ebenso wie es meine Eltern mit mir taten. Durch diese hohle Gasse muss jede Generation!)

Pfffffff…..

Pfffffffffffffffff…. gilt so ein einzelnes lautmalerisches Schmuckstückerl schon als vollwertiger Blogeintrag? Nicht? Schande! Denn eigentlich beschreibt es die letzten Tage recht umfassend. Pfffff…. Luft draußen. Aus Maus. Tot.
Es war „sein“ Umzugswochenende, und im Grunde genommen haben wir mit Bravour bestanden. Die wichtigen Dinge sind umgesiedelt & eingeräumt, ein paar weniger wichtige sind umgesiedelt und wohnen noch in Kisten, aber das Wohnzimmer ist als solches schon erkennbar und wir haben das wunderschönste Schlafzimmer aller Zeiten. Soviel mal vorab.

Besonderheiten dieses Wochnendes? Zum Beispiel eine Expedit-Debatte. Deja vu? Nein.
Denn es ging nicht um mein schon besprochenes, altes Teil und dessen Umzug, sondern um seines. Es begann am Vormittag beim Abbau in seiner alten Wohnung, als ich anregte, die Bretter doch zu beschriften, das wäre dann beim Wiederaufbau sicher von Vorteil. Speziell nachdem es kein standard Kastl-Expedit ist sondern so eines mit Fernseherausnehmung, es ist also wirklich nicht egal wie man es wieder zusammenbaut. Also beschriften? Neiiiiiiin, ein echter Mann braucht das nicht. Jo eh.
Das Wiederzusammensetzen des Expedit-puzzles raubte uns dann am Nachmittag etwa… naja, gute 2 Stunden. „Ich habs Dir ja gesagt“…“Sag amal, hörst Du mir machnmal zu?“  „Ich sags Dir gern noch 5 mal, aber die Bohrung von dem einen Brett passt nicht auf diesen Teil“… „Können wir das nächste Mal doch beschriften?“… „Gehst mir bitte nicht am Nerv?“… „Wir suchen ein Brett mit einer kurzen und einer langen Bohrung…. Häääähhh?…. Na so!… Na dann sag gleich ‚einmal Außen und einmal Innen‘ dann verstehts der Uneingeweihte auch!“…und so weiter und so fort. Ja, wir hatten Spaß. Wir hatten laaaange Spaß. Was bei gutem Sex allerdings als Qualitätsmerkmal gilt, ist beim Aufbau eines Regals eher unerwünscht, find‘ ich. Aber letztendlich haben wir das Drum zusammengebastelt und haben uns nicht gegenseitig umgebracht. Ich lass mir jetzt ein T-shirt drucken auf dem steht: „Expedit, Part xx. I survived!“ (Nachsatz: Und Recht hatte ich auch!)

Des weitern zu vermerken an diesem Wochenende: Eine Wurzelbehandlung.
Nicht im übertragenem Sinne, ich spreche also nicht von der Verrichtung ungeliebter Tätigkeiten, denn derer gab es so Einige, sondern einem Zahnarztbesuch mit allem Pipapo. Es lebe der zahnärztliche Notdienst, er lebe hoch! So ein Arzttermin mitten im Umzugschaos ist auch was recht Erfrischendes und hält den Betrieb eh nicht auf, Zeitmanagement olé. Allerdings sind schachmattsetzende Zahnschmerzen in noch höherem Ausmaß zeitraubend (von schmerzhaft mal ganz abgesehen), daher hieß es heute Nachmittag: Ab zum Bohrprofi mit ihm. Armer Kerl, echt tapfer, speziell wenn ich sein Verhalten mit meinen vorprogrammierten Panikattacken angesichts eines solchen Artztermins vergleiche. Alle Achtung.

Morgen wird dann noch -von Profis, gegen Einwurf einer gar nicht so unbedeutenden, baren Münze- das Eiskastenungetüm übersiedelt und dann ist der männliche Teil es Umzugs beinahe vollendet. Fehlt dann „nur“ mehr der weiblich/kindlich/kätzische Teil. Kleinigkeit…
Angesichts dessen versuche ich mich gerade dazu zu motivieren heute noch 1,2 Kisten zu packen, aber ganz ehrlich: ich glaub das wird nix mehr. Warum? Pffffff…….

Superheld gesucht

Wer von Euch hat sich schon mal intensiv auf ein größeres Sportereignis vorbereitet? Ein Marathon, ein wichtiges Match, ein großes Turnier? Oder ein richtig wichtiges, aufwendiges und anspruchsvolles Meeting, einen großer Event oder einen karriereentscheidenden Auftritt vorbereitet? War schon mal hochschwanger?

Wer bei irgendeinem der o.a. Dinge „Ja, ich!“ denkt, kennt ihn. Den Moment. Man bereitet sich emsig vor, tut sein Bestes, gibt sein Letztes, den Blick immer auf den Tag X gerichtet. Lässt darob vieles liegen was eigenlich auch zu erledigen wäre, aber sei’s drum, das ist ja nicht so dringend. Freut sich auf die Gelegenheit sich zu beweisen, den Schritt nach vorne, das erreichte Ziel. Aber er ist unausweichlich. Er kommt immer, ganz egal was man tut. Der Moment an dem Alles in Einem, Körper, Seele, Geist, wirklich Alles schreit „ooooiiiiidaaaa, I wü nimma!“

Charmanter formuliert: Das Zwischentief.
Ein fieses Wesen, es überfällt einem aus dem Hinterhalt, verbeißt sich im Nacken und lässt so schnell nicht wieder los. Motivationsnotstand. Da nützt es auch nix, daß man sich 128 x vorsagt: „Hey, nur die Ruhe, du hast es eh bald hinter dir, einmal noch Gas geben, dann ist es vorbei!“ Das Zwischentiefbiest hat nämlich immer eine Antwort parat. Diese ist wenig abwechslungsreich, sie lautet immer: Nein! Ende der Aussage. Hat es doch mal seinen eloquenteren Tag beginnt es Goethe zu zitieren und behauptet von sich selbst es sei der Geist der stets verneint. Spätestens zu diesem Zeitpunkt müsste man das oberschlaue Monster eigentlich mit einer gestreckten Geraden zum Schweigen bringen, nur ist das nicht so einfach. Es ist nämlich ganz eng verwandt mit dem inneren Schweinehund, verfügt wie dieser über eine beinahe unbesiegbare Gumminatur und weicht -selbst wenn man es trifft- nur kurz zurück um dann fies lächelnd sofort wieder zu seiner ursprünglichen Form zurück zu kehren. Es bedarf veritabler Superkräfte um sich dieses Quälgeists zu entledigen.

Wieso ich das schreibe? Unschwer zu erraten: Ich stecke mittendrin. Das Zwischentiefmonster hält mich fest in seinen Klauen, und ich frage mich verzweifelt, wo denn nun bitte die Superhelden meiner comicaffinen Jugend geblieben sind, die doch immer (!) verlässlich zur Stelle sind, wenn eine holde Maid in Nöten ist. Mein persönlicher Superheld ist nämlich gerade indisponiert, der kämpft mit seinem eigenen Motivationsdämon….

Batman? Spiderman? Superman? Anyone????

Nachtrag

Nachdem der gestrige Tag, wie beschrieben, mit eifrigem Nichtstun begonnen hat, habe ich dann doch noch die folgenden Dinge erledigt:

– des Prinzen Gewand aussortiert. Kennt noch wer das Märchen von Hans und der Bohnenranke? … Gib mir die Kuh, ich geb Dir die Bohnen, wenn du sie am Abend einpflanzt, so sind sie am Morgen bis zum Himmel gewachsen… Nun, mein Sohn wächst schneller als diese Zauberbohnen. Ich überlege ihn heute schon für die Jugendmannschaft der Lakers anzumelden, denn wenn er in dem Tempo weiter macht, ist er spätestens mit 7 Jahren 2,28m groß. Daher wurde ein riesiger, prallgefüllter Ikeasack an Kleidung aussortiert und auch bereits an den -noch- Kleinen meiner Schwester weiter gegeben.

– Ich habe weiters mit ihm gespielt, gelacht, gekocht, gegessen, habe mir Geschichten ausgedacht und sie erzählt, wir haben gebastelt, ein wenig fern geschaut, gebadet, gesungen und sind schlafen gegangen. Ein Wochenendtag mit Kind, mit allem drum und dran halt.

– jetzt kommt’s: bis auf 3 wurden alle Magazine zusammengesammelt, gesichtet, zu Kranichpapier verarbeitet und der Rest bereits im Altpapierkontainer entsorgt

– 35 regenbogenbunte Papierkraniche gefaltet. Falls wer wissen will, wie das geht: ich bin jetzt Profi, gebe gerne Nachhilfe!

Alles in allem gar keine schlechte Bilanz für einen Tag an dem ich mich eigentlich zu Nichts motivieren konnte, finde ich!
(Applaus – gerne auch in Form von standing ovations – Schulterklopfen, Belohnungsschokolade, Beruhigungsschnaps und ähnliche wertschätzende Beifallsbekundungen werden dankend entgegen genommen!)

Vermeidungsstrategien…

Beim heutigen Morgenkaffee habe ich etwas beschlossen. Heute fange ich an. Zumindest mit Ausmisten! Es zieht zwar nächstes Wochenende erst mal nur der beste aller Männer um, aber was getan ist, ist getan! Energie geladen, entschlossen und getragen von Vorfreude habe ich mich also an die Arbeit gemacht.

Begonnen habe ich auf der Toilette. Ja, OK, nicht der umzugs-aufwändigste Raum, aber immerhin, da steht ein übervoller Zeitschriftenständer (nicht der einzige seiner Art in meiner Wohnung übrigens), und den wollte ich ausmisten. Welche Zeitschriften hebe ich auf, welche kommen weg? Und energiegeladen entschied ich mich: ALLE kommen weg. Sprachs, nahm den Stoß in die Hand und brachte ihn in die Küche, in Richtung Altpapier Mistkübel.

Und da habe ich ihn gemacht. Den entscheidenden Fehler. Ich habe sie kurz durchgeblättert… Soooo viel wunderschönes, bunt bedrucktes Hochglanzpapier. Da muss man doch noch was drauß machen können!

To cut a long story short: Seit dem sitze ich und reiße schöne, bunte Anzeigen raus, schneide Papierquadrate daraus und falte Kraniche. Weil ich doch immer schon so einen wunderschönen alten knorrigen Zweig haben wollte, an dem urviele, regenbogenbunte Kraniche hängen, und in der neuen Wohnung wäre das einfach perfekt.

Ich bin begeistert von dieser Idee, nur die Sache mit dem Ausmisten… eher ein Streichresultat. Naja, 2 Magazine hab‘ ich ja schon durch, bei dem Tempo bin ich dann 2028 beinahe fertig umgezogen…