It’s done…. und eine kleine Beschwerde

Soda, Herrschaften. 1 Woche Sendepause und in dieser habe ich was getan? Ja, genau, ich bin mit Kind, Katz und Kegel umgezogen. Noch nicht komplett, aber doch weitgehendst, der Rest folgt nun peu à peu. Der wirkliche Kraftakt liegt allerdings hinter mir.

Wie es sich anfühlt? Als ob im Leben kaum eine Entscheidung richtiger gewesen wäre. Ich fühle mich so sehr zu Hause wie seit Jahren nicht mehr. Die Katzen übrigens auch. Der kleine Prinz kämpft noch ein wenig mit der Veränderung, aber ich denke das ist normal, hatte er mich doch bis dato als One-Woman-Wonder-Show für sich alleine und muss mich nun doch mit einem zweiten Kerl teilen. Das führt wohl zwangsläufig zu Versuchen das Mama-Revier zu markieren. Wobei sich diese Versuche sehr in Grenzen halten und sich eigentlich nur in einer verstärkter Anhänglichkeit äußern, also alles im grünen Bereich.

Zusammengefasst: Alles pipi-fein. Jetzt geht es allerding daran Lebensrythmen und Gewohnheiten jeweils an den/die neuen Mitbewohner anzupassen, und das verspricht was? Genau! Wieder jede Menge Alltagschaos backbord voraus!

So, und jetzt die Beschwerde.
Ich habe mein Kind im Kindergarten. Ein toller Kindergarten und er geht wirklich gerne hin. Aber WAS zur Hölle hat sich WER dabei gedacht, das diesjährige Sommerfest nicht nur bereits um 14h30 an zu setzen, was für berufstätige Eltern schon herausfordernd genug wäre. Nein, es findet auch noch an einem Mittwoch statt. Nicht Freitags, wo eine frühe Flucht aus dem Schacht auch ohne unglaubliche Handstände möglich wäre, neeeeeiiiin. Aber das war’s ja noch nicht. 14h30 halbwegs zentral ginge ja noch irgendwie. Aber 14h30 am A…. der Welt, in einem Kaff das Eingeweihte eventuell an seinen Initialen „KL“ erkennen können (und nein, ich meine nicht Kaiserslautern), ist in meinen Augen schlichte Schikane. Oder simple Dummheit. Im besten Falle völlige Gedankenlosigkeit. Macht’s aber auch nicht besser.
Needless to say: ich werde teilnehmen. Weil ich es mir nicht nehmen lassen werde dabei zu sein, wenn mein Kleiner wieder sein zartes Stimmchen erhebt, die Rampensau rauslässt und die versammelte Kindergartenmannschaft niedersingt/brüllt. Und dann mit stolzgeschwellter Minibrust vor mir steht und sagt: „Maaaami, ich war soooo gut!“. Solche Dinge versäume ich aus Prinzip nicht, also werde ich die Herausforderung annehmen und das Unmögliche möglich machen. Ich werde an einem Mittoch pünktlich um 14h30 in dem Kaff aufkreuzen, das sonst nur Motorradfahrer vom durchdüsen kennen. Aber wenn dann alles vorbei ist werde ich es mir nicht nehmen lassen mal eine zuständige Person freundlich aber direkt zu fragen: „Sagen Sie mal… saufen sie heimlich?“

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Der Countdown läuft

Jede Menge erste Male bringen auch Eines mit sich. Letzte Male. Heute zum Beispiel den letzten Montag in der alten Wohnung. Ich freue mich auf die Zukunft, und doch blicke ich mit einem Hauch von Wehmut auf die letzten 2 Jahre. Es war eine gute Zeit. Eine gute Wohnung. Sie gab mir Halt als alles Andere im Chaos versank. War mein Startpunkt in ein neues Leben. Jetzt verabschiede ich mich langsam von ihr. Es ist nicht so schlimm wie bei meinem ersten Auto, ich werde nicht Rotz und Wasser heulen wenn ich sie zurück lasse. Aber ganz einfach ist es nicht!

Muttertag. 1 Bitte, 1 Lösung

Gleich vorweg: Ich bin wirklich gerne Mutter.
Ich liebe diesen völlig unterbezahlten 24/7/365 Job, der jedem Arbeitsrechtler ein seeliges Lächeln ins Gesicht treiben würde, ließe ihn doch die anstehende Klageeinreichung bezüglich der mehr als mangelhafen Arbeitsbedingungen schon Talerberge imaginieren, die selbst Dagobert Duck zur Zufriedenheit gereichen würden. Keine Bezahlung, kein Ansehen, viel Mühe, wenig Schlaf. Für all das gibt es genau einen Lohn: Die Liebe eines Kindes. Ein Lächeln meines Kindes reicht und Blut, Schweiß und Tränen sind vergessen. Es gibt nichts Schöneres.

Aber wir wollen der Wahrheit ins Gesicht sehen, Mutter sein ist kein Spaziergang. Eher eine round-the-world Trekking-tour mit mangelhafter Ausrüstung. Kinderkrankheiten, Schulstress und Pubertät sind nur drei der zahllosen Achttausender die es -selbstverständlich ohne Sauerstoffgerät- zu bezwingen gilt. Und Muttertage machen die Sache auch nicht besser, eher im Gegenteil.

Es ist ja nicht mal so als könnte frau an diesem einen Tag im Jahr zumindest ausschlafen (wer Kinder hat, weiß welch wertvoll Gut Schlaf ist!), eher ist das Gegenteil der Fall.
Zu nachtschlafener Zeit ertönt aus der Küche Lärm, der normalerweise eher einem durchtobenden Orkan als einem Frühstück zubereitenden Menschen zuzuordnen wäre. Frau liegt also da, memoriert still die Telefonnummer ihres Haushaltsversicherers  und harrt, nervös und putzmunter, der Dinge. Eine Weile und 3 zerbrochene Gläser später erscheint stolz der kleine Liebling, in einer Hand einen Kakao mit Haut (ooohhhhh… leeecker… würg), in der anderen… ein Ding.

Das Ding. Das gefürchtete Ding. Der Gegenstand des Schreckens, bei dem man irgendwie immer nur alles falsch machen kann, speziell in jungen Kinderjahren, wenn das kleine Seelchen noch besonders verletzbar ist. Ohhhh, daaanke Herzi, sooo eine schöne Vase!… Tränen… schluchz… Maaaammiii, das ist keine Vaaahaase, das ist ein Kerzenhalter. Verdammt.

Ich garantiere: kaum ein Fettnapfausstieg ist schwieriger und gleichzeitig wichtiger als dieser, und eigentlich bin ich in dieser Disziplin Vollprofi!
Wieso können eigentlich die verehrten Kindergartenpädagogen unter dem Namensschilderl nicht gleich auch klein und unauffällig den Zweck des Dinges vermerken?  Vase, Briefbeschwerer, Kerzenhalter? Ein einzelnes Wort und den Müttern dieser Welt wäre ungeheuer geholfen. Auch wirklich nur so lange die Kleinen nicht lesen können. Denn bei Erreichen der Lese-/Schreibreife sind normalerweise auch die motorischen Fähigkeiten der Nachwuchskünstler so fortgeschritten, daß man des Pudels Kern mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst erkennen kann.

Bitte, liebe KindergärtnerInnen, helft uns. Zerbrochenes Geschirr, angebrannte Toasts und Kakao mit Haut sind schlimm genug, und wir freuen uns ja eh -und das meine ich wirklich ganz, ganz ernst- wie die Christkindln über die Bastelkunstwerke unserer Lieblinge. Und genau deswegen, weil nichts schlimmer ist als dieser Moment der Enttäuschung in den Augen eines Kindes, das Sekunden davor noch vor Stolz geplatzt ist: Ein kleines Pickerl mehr, und der Muttertag ist gerettet!

Wobei: Mein diesjähriger Muttertag war ein guter. Erstens konnte ich dieses Jahr in der Tat zum ersten Mal mühefrei den überreichten Teelichthalter als solchen erkennen. Zweitens habe ich selber eine kluge Mutter. Diese hat die diesjährige Frühstücks-Feierlichkeit kurzerhand, zum Zwecke der Stressreduzierung, ins verlängerte Wohnzimmer unseres Vertrauens verlegt. Das Wetter hat auch mitgespielt, die Kids hatten Freilauf, während wir genüsslich getrüffelte Eierspeis, Räucherlachs und co. verspeisen konnten. Keiner hatte was zu tun, keine Vorbereitungen, keine anschließenden Geschirrberge, eine kleine Auszeit für Alle. Außer vielleicht für die betroffenen Kellner, aber diese wurden mit ausreichend Trinkgeld versöhnt. Schließlich wollen wir ja wiederkommen und ein Familienfrühstück genießen. Und nein, nicht erst in einem Jahr, wir machen das öfter. Denn bei uns braucht es keinen Feiertag um uns selbst zu feiern. Aber wenn er schon da ist, nehmen wir ihn gerne zum Anlass, schad‘ ja nix!

Erste Male

Erste Male haben etwas magisches. Der erste Kuss, die erste Nacht in der eigenen Wohnung, das erste eigene Auto, das erste eigene Geld, die erste große Liebe… die Liste ist lang. Erste Male bleiben uns in Erinnerung, im Guten wie im Schlechten. Ich habe für mich festgestellt, daß sie eine höhere Haftwirkung in meinem Gedächtnis haben als letzte Male, vermutlich schon allein weil sie leichter fest zu machen sind, man sich ihrer stärker bewusst ist. Wenn man einen Mann zum ersten mal küsst weiß man das, aber zum letzten Mal? Wann ist man zum letzten Mal in einer Beziehung wirklich glücklich? Wann hat man zum letzten Mal mit einem Menschen herzhaft gelacht? Die „Letzten“ entgleiten leichter, und vermutlich ist das auch gut so.

Jedenfalls stehe ich an einem Punkt in meinem Leben an dem es wieder jede Menge „erste Male“ gibt. Ich finde es herrlich! Von der ersten gemeinsamen Nacht im neuen, eigenen Reich über den ersten Streit bis zum ersten Mal „schnell noch ein Glas um die Ecke trinken gehen“ & nachfolgendem Hangover…. ich genieße jeden Moment. Ich habe vor Ewigkeiten im Fernsehen (ich weiß nicht mehr ob Film oder Serie, wirkich keine Ahnung…) folgenden Ausspruch gehört: „You know when you are getting old? When you run out of first times!“ Ladies and Gentlemen, gemessen an der Zahl der momentan stattfindenden Erstereignisse bin ich… na sicher nicht älter als 16,5 Jahre!

Gestern hatte ich zum ersten Mal in der Wohnung Besuch, gleich von 2 meiner Lieblingsmädels, plus meinem Taufpaten-Hund. Letzterer war seeeeehr aufgeregt, zum Einen ist er das schon von Natur aus, zum Anderen war es sein erster Ausflug in die Großstadt. Er hat das alles gut gemeistert (inklusive anschließendem Ausflug zur Festwocheneröffnung, Kultur muss schließlich sein, auch für den Junghund!), war süß, unterhaltsam und liebenswert und hat ganz nebenbei vermutlich jeden einzelnen Quadratzentimeter der Wohnung mit seinem Geruch markiert. Was eines bedeutet: Die zu diesem Zeitpunkt sicherlich eh schon hochgradig verstörten Katzen werden in eine ihnen unbekannte Wohnung kommen die nicht nur nicht vertraut riecht, nein, sie riecht nach….. Stinketier! Was ihnen vermutlich auch noch die letzten 2 verbleibenden Geduldsfäden zerfetzen wird. Ich überlege von meiner Bachblütentaktik abzugehen und ihnen gleich erlesen-hochprozentiges ins Futter zu mischen… Aber sie werden es überleben, und es war wirklich, wirklich schön Gäste zu haben, hat das „zu Hause“ Gefühl nochmal verstärkt.

Die ersten Kartons haben übrigens heute meine Wohnung verlassen. Was drin war? Bücher und Gewand. What else?

À propos Gewand. Die Zwangssichtung meines Bekleidungsbestandes hat mich dann doch etwas nachdenklich gestimmt. Nein, korrekt muss es heißen: Sie hat eine bereits stattfindende Nachdenkphase verstärkt. Die Nachdenkphase ist schon ein wenig älter, ziemlich genau so alt wie Nunu’s Blog, den ich nur wärmstens empfehlen kann. Die taffe Lady hat sich eine einjährige Shopping-Abszinenz auferlegt, und schreibt mit viel Herz und Hirn über diese Zeit als Shopaholic auf Entzug. Lesen!
Jedenfalls stelle ich mir jetzt doch langsam, gaaanz langsam, die Frage ob der Inhalt meines Kleiderschranks nicht in Wahrheit für mich UND die halbe Heilsarmee reichen würde? Wie viele Hosen passen auf einen Arsch? Wieviele Paar Schuhe kann man in einem Jahr tragen? Nein! Die letzte Frage ziehe ich zurück. Soweit bin ich noch nicht, daß ich meine Lieblinge in Frage stellen kann. Aber ein Denkprozess scheint eingeleitet zu sein, mal sehen wohin er mich führt…

Ebenfalls Nunu habe ich das folgende Bild zu verdanken:

Aber: Who gives a damn about lifestyle, wenn das Leben doch grad soooo wunderbar ist?!

Das Konzept verstehe ich

Großartig! Kochen tu ich sogar gerne. Mit dem restlichen Haushaltspipapo will ich mich heute gar nicht aufhalten, ich hab’s eh schon hier kurz angesprochen, wie ich mir die Sache mit dem Haushalt eigentlich vorstellen würde.

Heute heische ich nach Mitleid zum Thema Bügeln.

Ich hasse bügeln! Ich bügle für gewöhnlich täglich exakt so viel wie mein Sohn und ich benötigen um korrekt gekleidet das Haus zu verlassen. Genau an diesem Punkt setzt aber das -in meinen Augen- zweitgrößte Haushaltsmysterium ein: Ich bügle was wir brauchen. Ich wasche was wir gebraucht haben. Jetzt sollte doch mathematisch die Menge der ungebügelten Wäsche konstant bleiben oder? So wie beim Erhaltungssatz der Energie, die Gesamtenergie in einem geschlossenen System bleibt konstant. Muss also auch die Gesamtwäsche im geschlossenen Bügelsystem gleich bleiben! Aber ätsch: Täglich sehe ich meinem Wäscheberg beim Wachsen zu. Mittlerweile halte ich bei 3 vollen Körben sauberer Wäsche und einem Schmutzwäschekorb mit den Dimensionen eines mittelgroßen Wohnbauprojekts… Ich hege den Verdacht, daß mir unbekannte Personen heimlich Wäsche in meine Wohnung legen, denn unsere allein kann (!) das nicht sein.

Sei’s aber wie’s sei. Normalerweise, auch aufgrund meines recht groß dimensionierten Abstellraums, kann ich hervorragend an diesem Mount Büglerest vorbeischauen. Allerdings habe ich mir in einem Anfall geistiger Umnachtung fix vorgenommen, nur aussortierte, saubere und gebügelte Wäsche zu übersiedeln. Was bedeutet, daß ich bis zum Umzugstermin vermutlich jeden, aber auch wirklich jeden, Abend dem Bügeln widmen werde.

Dazu fällt mir nur ein Wort ein: IIIIIIIIGGGGGIIIIITTTT!
Und eine Bitte: Bemitleidet mich!!!

Ach ja. Wenn die nicht konstante Bügelmenge das zweitgrößte Haushaltsmysterium ist, welches hält dann den unangefochtenen Platz 1? Richtig geraten: Das der sockenfressenden Waschmaschine. Meine schickt die einzelnen Socken durch einen Bruch im Raum-/Zeitkontinuum in eine parallele Sockenwelt. Ganz sicher!

Boys and their toys?

Der erste gemeinsame „Familiennachmittag“ in der neuen Wohnung. Zwar sind der Kleine und ich noch nicht umgezogen, aber es war ein wunderbarer Vorgeschmack (wenn auch getrübt durch eine neuerliche Zahnwehattacke). Den Tag der Arbeit haben wir genutzt um Eines zu tun: Nichts. Also so gut wie gar nichts. Schön wars.

Der kleine Prinz wurde heute zum ersten Mal der (bis aufs Kinderzimmer) beinahe fertig eingerichteten Wohnung ansichtig und ich muß zugeben, ein wenig nervös war ich schon. Was wenn es ihm gar nicht gefällt? Er sich gar nicht wohlfühlt? Was wäre wenn…

Wobei Fakt ist: selbst wenn ihm sonst gar Nichts gefallen hätte, der Ferneseher hätte ihn überzeugt. Offensichtlich ist die Affinität zu großen Bildschirmdiagonalen fix im männlichen Gencode verankert, denn ich habe ihm das sicher nicht beigebracht. Mein Fernseher firmiert eher unter dem Kapitel „Mäusekino“. 99% der männliches Wesen in meinem Umfeld, aber nur ein im Vergleich eher geringer Anteil der weiblichen Bekannten & Verwandten, halten es beim Thema Fernseher definitiv mit mit dem Motto „Groß, größer, meins!“…Und nicht nur mit dem Fernseher.

Wie kommt das eigentlich? Wer pflanzt ihnen das ins Hirn? Ist es wirklich genetisch? Mein Sohn und sein Stiefbruder standen im zarten Alter von 3 und 5 Jahren pudelnackert gemeinsam vorm Spiegel, zogen dabei auf Teufel komm raus an ihrem noch nicht allzu mächtigen Gemächt und kommentierten das ganze mit den lebensprägenden Worten: „Meiner ist größer!!!…. Nein meiner!… Aber ich bin noch kleiner, meiner wachst noch mehr!“ Noch Fragen?

Ich schwöre Stein und Bein, ich habe ihn diesbezüglich nicht indoktriniert und traue mich zu behaupten, daß es sein Vater auch nicht tat.  Trotzdem standen sie, noch kaum eines geraden Satzes mächtig und übten sich in der hohen Kunst des Schwanzvergleichs… Es gibt ja Leute die behaupten, es wäre dem Weltfrieden durchaus zuträglich, würden auch erwachsene Männer ihre Konflikte auf diese simple Art und Weise beilegen, anstatt die präsumptive Länge über Machtgehabe, Autos und ähnliches zu beweisen. Ich mein, es wäre ja nicht notwendig, permanent in aller Öffentlichkeit blank zu ziehen, eine neutrale Messinstanz und eine kleine Tätowierung hinterm Ohr die den dort ermittelten Wert angibt, wären ausreichend. Auch uns Frauen würde so die ein oder andere Enttäuschung erspart bleiben… ‚What you see is what you get‘ wäre dann durchaus anwendbar.

Aber eigentlich ist es egal. Nein, nicht egal. Im Gegenteil, denn in Wahrheit macht es ja auch den Reiz im Leben aus, daß wir halt in einigen Belangen nicht synchron ticken. Daß wir uns vielleicht nie ganz verstehen werden. Deshalb -vielleicht ist es ja die heraufdräuende Weisheit des Alters- stehe ich und lächle still in mich hinein, wenn einer meiner Buben wieder jedes Klischee zum Thema „Boys and their toys“ erfüllt. Und hoffe auf eine ähnliche Reaktion, wenn mir angesichts des 128ten Paar High Heels wieder mal Herzschlag und Vernunft aussetzen…

(Anmerkung: Klischees sind da um benutzt zu werden. Aber manchmal, vielleicht sogar oft, haben sie zumindest einen wahren Kern.
Noch was: Liebstes Kind, solltest du in ferner Zukunft mal meinen Blog lesen, ich entschuldige mich hier und jetzt schon für die Schilderungen deiner Taten aus Kindestagen, die du sicher als peinlich empfindest. Aber glaube mir, es gibt sie, die ausglichende Gerechtigkeit. Du wirst nämlich deine eigenen Kinder mit Sicherheit irgendwann ähnlich blamieren, ebenso wie es meine Eltern mit mir taten. Durch diese hohle Gasse muss jede Generation!)